Downloadbereich Bischöfliches Generalvikariat Aachen
http://downloadbereichgv.kibac.de/nachrichtenansicht?mode=detail&action=details&siteid=1030266&type=news&nodeid=a97de20d-3962-41a9-918a-66aea92d859b

Veranstaltungen im Bistum

30.05.2016, 18:30 - 21:30

Der Frosch zieht Hemd und Hose an...

Lieder zum Singen mit Spaß, Spiel und Bewegung in der Kita Mehr

01.06.2016, 19:30 - 22:00

Bibelgespräch und mehr

03.06.2016, 18:00 - 05.06.2016, 15:00

Im Werden

Eigene Wachstumswege betrachten, Gottes Ruf lauschen und weiterwachsen Mehr

03.06.2016, 18:00 - 05.06.2016, 14:00

Enneagramm Wochenende

Sich und andere verstehen. Eine Einführung in die Persönlichkeitsmuster des Enneagramm. Mehr

03.06.2016, 18:00 - 05.06.2016, 13:00

Wochenende für Ehepaare

03.06.2016, 18:00 - 05.06.2016, 10:00

"Abenteuer Schatzsuche"

Ein Angebot für Mädchen von 11-13 Jahren Mehr

04.06.2016, 14:00 - 18:00

Der Aachener Passionsaltar

Eine Bildbetrachtung Mehr

04.06.2016, 14:30 - 18:00

Literaturgespräch

Johann Wolfgang von Goethe - West-Östlicher Divan Mehr

06.06.2016, 15:00 - 09.06.2016, 13:00

Tanz - als Schlüssel meiner Ahnung von der anderen Welt

Meditatives Tanzen Mehr

06.06.2016, 16:45 - 21:00

Businessetikette

Über das berufliche An- und Weiterkommen in Unternehmen entscheidet neben der fachlichen Eignung... Mehr

 
 
Frankfurter Theologe und Philosoph Jörg Splett ist neuer Inhaber der Hemmerle-Professur

Jörg Splett stellt sich dem Dialog über Glaubensfragen auch im Austausch mit jungen Leuten, wie hier in Rocca di Papa bei Rom mit Louisa Klein vom St.-Ursula-Gymnasium Attendorn.

Vollbild

 
 

 

Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 06/2016

Die Sprache der Vernunft verbindet

Der Frankfurter Theologe und Philosoph Jörg Splett ist neuer Inhaber der Bischof-Hemmerle-Professur

Im Gespräch erweist sich Jörg Splett als Mann von gesetzter, unaufdringlicher Freundlichkeit. Wenn es um die Besetzung der Bischof-Hemmerle-Professur geht, dürfen sich die künftigen Hörer auf die Vorlesung und das Seminar des 80-jährigen Theologen und Philosophen aus Frankfurt am Main freuen.

Aachen wird durch die Übernahme der Gastprofessur am Institut für Katholische Theologie der Technischen Hochschule (TH) eingebunden in den Gedankenstrom eines Menschen, der sein Denken als eine Art von Synthese versteht: „Meinem Arbeitsprojekt habe ich den Namen ,Anthropo-theologie' gegeben. Das will sagen: Man kann von Gott nur sprechen, wenn man vom Menschen spricht."

 

Als Brückenbauer ist er einer für den Dialog

Dabei sieht sich Splett, der Aachen nicht zuletzt als Gast der Bischöflichen Akademie (BAK) im August-Pieper-Haus kennengelernt hat, als eine Art von Brückenbauer: „Ich bin Philosoph, spreche also die gemeinsame Sprache der Gläubigen und der Ungläubigen, die der Vernunft", gibt der Wissenschaftler, der nicht nur an der Universität Frankfurt, sondern auch an der Hochschule für Philosophie in München gelehrt hat, als Selbstauskunft in geistigen Angelegenheiten zu Protokoll. Splett, 1936 in Magdeburg geboren, ist halt einer für den Dialog.

„Der Weg des Gewissens" wird in seiner Vorlesung zum Thema. In diesem Zusammenhang erweist sich die geistige Offenheit des Hemmerle-Professors, der zum ersten Mal am Dienstag, 12. April, zwischen 18.15 und 19.45 Uhr im Raum HKW 1 (TH-Hörsaalgebäude, Wüllnerstr. 1) seine Stimme wird vernehmen lassen. Bischof Klaus Hemmerle, den Schutzpatron seiner Professur, ist Jörg Splett nie von Angesicht zu Angesicht begegnet – und bedauert das bis heute: „Ich bin schon betrübt, dass wir uns nie getroffen haben."

Aber dennoch weiß er sich Hemmerles Lehre und Erbe verpflichtet: „Ich finde das eine große Ehre", kommentiert er die ihm vom Gremium der Hemmerle-Stiftung zuerkannte Gastprofessur. Zu der gehört übrigens nicht nur die Vorlesung, sondern auch zwei Seminare: „Was ist Philosophie?" in Anlehnung an den gleichnamigen Reclam-Band (mittwochs, 10.15–11.45, Raum HKW 4) und „Im Lerngespräch mit großen Lehrern" (mittwochs, 12.15–13.45 Uhr, Per 5), in dem es um Texte unter anderem von Karl Rahner, Hans Urs von Balthasar, Blaise Pascal und Clive Staples Lewis geht. Karl Rahner gehört im Übrigen zur persönlichen und wissenschaftlichen Biografie: In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, nach der Promotion, war Splett eine Zeit lang dessen Assistent.

Dass Splett als Philosoph, als der er sich hauptsächlich begreift, im stolzen Alter von 80 noch immer forscht und lehrt, verdankt er mit seiner ungebrochenen Neugier. Das sieht er als großes Glück: „Ich finde es toll, dass ich mich von morgens bis abends befassen kann", bekennt der Sohn eines Juristen, der seinerseits Vater zweier Söhne ist, mit Blick auf sein Fach und seinen Schwerpunkt.

 

Zur Person

Jörg Splett wurde 1936 in Magdeburg geboren. Seit 1964 ist Jörg Splett verheiratet; er ist Vater zweier Söhne. Splett studierte in Pullach, Köln und München Philosophie; nebenfachlich Psychologie, Fundamentaltheologie und Pädagogik. Nach der Promotion bei M. Müller (Bibl. I. 2) war er Assistent bei K. Rahner; zudem war er seit 1968 Dozent am Berchmanskolleg, Pullach. 1971 erfolgte die Habilitation (Bibl. I. 7). Im gleichen Jahr wurde Jörg Splett an die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt am Main berufen. Zugleich war er als Gastprofessor an der Hochschule für Philosophie in München tätig. Vortragstätigkeit in der Erwachsenen-, Lehrer- und Priesterfortbildung sowie Schülerarbeit (in deren Rahmen das Foto oben entstand) ergänzen das Spektrum seiner beruflichen Tätigkeiten. Außer den Monographien und Büchern in Herausgeberschaft zahlreiche Veröffentlichungen in deutschen wie ausländischen Zeitschriften und Sammelwerken. Mehr Informationen dazu unter www.sankt-georgen.de/lehrende/splett.html.


Von Christoph Hahn

Veröffentlicht am 03.02.2016

 
Test